Kamille äußerlich: Wirkung auf die Haut, Inhaltsstoffe & Anwendung

Kamille aeusserlich Lexikon Bild

Auf einen Blick: Kamillentee kann man auf die Haut auftragen, am besten als Kompresse mit einem sauberen Tuch, frisch zubereitet und auf Hautwärme abgekühlt. Die EMA nennt leichte Hautentzündungen, Sonnenbrand und oberflächliche Wunden als traditionelle Anwendungen der Echten Kamille (Matricaria chamomilla). Die Wirkung beruht vor allem auf ätherischem Öl mit Bisabolol und Chamazulen sowie auf Flavonoiden wie Apigenin.

Botanischer Name Matricaria chamomilla L. (gleichbedeutend Matricaria recutita L.), Echte Kamille
Familie Korbblütler (Asteraceae)
Verwendeter Teil Getrocknete Kamillenblüten (Matricariae flos)
Wichtige Inhaltsstoffe Ätherisches Öl mit Bisabolol und Chamazulen, Flavonoide (Apigenin, Luteolin), Cumarine, Schleimstoffe
Äußerliche Anwendung Waschung, Umschlag, Sitzbad, Spülung und Gurgeln, Dampfinhalation
Waschung und Umschlag 3 bis 10 g Blüten mit 100 ml heißem Wasser, abkühlen lassen, mehrmals täglich (EMA-Richtwert)
Nicht geeignet Kamillentee-Umschläge an den Augen: davon wird abgeraten
Hinweis Kamillenöl nie unverdünnt auf die Haut; bei fehlender Besserung nach einer Woche ärztlichen Rat einholen

Botanik und Beschreibung

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla L., gleichbedeutend Matricaria recutita L.) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird 20 bis 50 Zentimeter hoch, hat fein zerteilte, fiederschnittige Blätter und trägt von Mai bis September zahlreiche kleine Blütenkörbchen: ein gewölbter, gelber Mittelteil aus Röhrenblüten, umgeben von weißen Zungenblüten, die sich mit zunehmender Blütezeit nach unten biegen. Ursprünglich im Mittelmeerraum und in Vorderasien beheimatet, wächst sie heute in ganz Europa auf Äckern, Brachflächen und an Wegrändern und wird für den Arzneibedarf großflächig angebaut.

Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der hohle, kegelförmige Blütenboden: Schneidet man ein Körbchen längs durch, ist es innen hohl. Damit unterscheidet sich die Echte Kamille von ähnlich aussehenden Arten wie der Hundskamille oder der Geruchlosen Kamille, deren Blütenboden markig gefüllt ist und denen der typische, warm-würzige Kamillenduft fehlt. Diese Unterscheidung ist auch für die Verträglichkeit wichtig (siehe Gegenanzeigen).

Arzneilich verwendet werden die getrockneten Kamillenblüten (Matricariae flos), aus denen Tee, Flüssigextrakte, Tinkturen, Salben und Cremes hergestellt werden, sowie das daraus destillierte ätherische Kamillenöl. Diese Seite widmet sich der äußerlichen Anwendung auf Haut, Wunden und Schleimhäuten. Die innerliche Anwendung, etwa bei Magen-Darm-Beschwerden, beschreibt die Hauptseite Kamille.

Inhaltsstoffe

Die hautberuhigende Wirkung der Kamille wird nicht einem einzelnen Stoff zugeschrieben, sondern dem Zusammenspiel mehrerer Stoffgruppen:

  • Ätherisches Öl mit (−)-α-Bisabolol und Bisabololoxiden sowie Chamazulen. Chamazulen entsteht erst beim Erhitzen bzw. bei der Wasserdampfdestillation aus der Vorstufe Matricin und färbt das Kamillenöl tiefblau. Bisabolol und Chamazulen gelten als wichtige entzündungshemmende Bestandteile. Mehr zur Stoffgruppe unter ätherische Öle.
  • Flavonoide, vor allem Apigenin und seine Glykoside sowie Luteolin und Quercetin. Ihnen werden entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben; mehr unter Flavonoide.
  • Cumarine wie Umbelliferon und Herniarin.
  • Schleimstoffe (Polysaccharide), die zur reizmildernden Wirkung beitragen.

Wichtig für die Praxis: Im Kamillentee geht nur ein Teil des ätherischen Öls in das Wasser über. Standardisierte Extrakte, Tinkturen und Cremes enthalten die fettlöslichen Wirkstoffe in höherer und gleichmäßigerer Menge als ein selbst aufgegossener Tee.

Heilwirkung

Anwendungsbereiche und gesundheitliche Vorteile:

  • Leichte Hautentzündungen und Sonnenbrand – von der EMA als traditionelle Anwendung anerkannt.
  • Oberflächliche Wunden und kleine Furunkel – traditionell als Waschung und Umschlag; eine kleine Studie zeigt schnelleres Abtrocknen nässender Wunden.
  • Reizungen im Anal- und Genitalbereich – als Sitzbad unterstützend, nachdem ernste Ursachen ärztlich ausgeschlossen wurden.
  • Entzündungen in Mund und Rachen – zum Spülen und Gurgeln, ebenfalls EMA-anerkannt.
  • Erkältungssymptome – als Dampfinhalation traditionell verwendet.
  • Juckreiz und Hautreizungen – kühlende Kamillenumschläge werden als lindernd empfunden; gezielte Studien fehlen weitgehend.

Die Kamille wirkt nach heutigem Verständnis vor allem entzündungshemmend, reizmildernd und in gewissem Maß keimhemmend. Die EMA hat die Kamillenblüten als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft; die Anerkennung beruht auf der langjährigen Verwendung, nicht auf umfangreichen klinischen Studien.

Ist Kamillentee gut für die Haut?

Bei leicht gereizter, geröteter Haut empfinden viele Menschen Umschläge mit abgekühltem Kamillentee als beruhigend, und die EMA nennt leichte Hautentzündungen ausdrücklich als traditionelle Anwendung. Kamillentee kann man also auf die Haut auftragen – am besten als Kompresse mit einem sauberen Tuch, frisch zubereitet und auf Hautwärme abgekühlt. Ein Wundermittel ist er nicht: Bei großflächigen, nässenden oder schmerzhaften Hautveränderungen gehört die Ursache ärztlich geklärt.

Kamillentee auf Wunden

Für die Wundheilung nennt die EMA oberflächliche Wunden und kleine Furunkel als traditionelle Anwendungsgebiete; Kamillenzubereitungen werden dafür zu Waschungen und getränkten Umschlägen verdünnt. Eine kleine Doppelblindstudie (Glowania und Mitarbeiter, 1987) mit 14 Patientinnen und Patienten nach dem Abschleifen von Tätowierungen fand, dass nässende Wundflächen unter Kamillenextrakt schneller kleiner wurden und abtrockneten. Das ist ein Hinweis, kein umfassender Beleg. Kamillentee selbst ist nicht steril; für frische Wunden immer frisch aufgebrühten, abgekühlten Tee und saubere Kompressen verwenden. Tiefe, stark verschmutzte oder gerötete, heiße und eitrige Wunden mit Zeichen von Infektionen gehören in ärztliche Behandlung.

Kamillentee bei Neurodermitis

Ob Kamillentee bei Neurodermitis hilft, wird häufig gefragt. In einer teilweise doppelblinden Halbseitenstudie (Patzelt-Wenczler und Ponce-Pöschl, 2000) war eine Kamillencreme bei mittelschwerem atopischem Ekzem nach zwei Wochen einer schwach dosierten Hydrocortisoncreme leicht überlegen, unterschied sich aber nur geringfügig von der wirkstofffreien Grundcreme. Für selbst zubereiteten Tee gibt es keine entsprechenden Daten. Hinzu kommt: Menschen mit Neurodermitis reagieren häufiger allergisch auf Korbblütler, und der Tee enthält Pflanzenbestandteile, die eine Sensibilisierung begünstigen können. Wer Kamille ausprobieren möchte, sollte zuerst eine kleine Hautstelle testen und die Pflege bei ausgeprägtem Ekzem mit der Hautärztin oder dem Hautarzt abstimmen.

Kamillentee gegen Pickel

Bei Akne und einzelnen Pickeln werden Kamillenkompressen oder ein Gesichtsdampfbad traditionell verwendet, um entzündete Stellen zu beruhigen. Eine Wirkung auf die Entstehung von Akne ist nicht belegt; eine Aknebehandlung ersetzen Kamillenanwendungen nicht. Heißer Dampf kann empfindliche, zu Rötungen neigende Haut zusätzlich reizen – dann lieber lauwarme Kompressen.

Sonnenbrand, Juckreiz und Insektenstiche

Bei leichtem Sonnenbrand nennt die EMA Kamillenzubereitungen als traditionelle Anwendung; kühle Umschläge oder dünn aufgetragene, verdünnte Kamillenextrakte werden als angenehm empfunden. Ähnlich werden kühlende Kamillenauflagen bei Juckreiz und nach Insektenstichen verwendet. Bei Blasenbildung, großflächigem Sonnenbrand, Fieber oder einem Stich mit sich ausbreitender Rötung ist ärztlicher Rat nötig.

Mund, Rachen und Sitzbad

Als Spülung oder Gurgellösung wird Kamille bei leichten Entzündungen und kleinen Geschwüren im Mund- und Rachenraum verwendet, etwa bei Aphthen oder einer Rachenentzündung. Als Sitzbad dient sie unterstützend bei Hautreizungen im Anal- und Genitalbereich, etwa bei Hämorrhoiden – aber erst, wenn ernste Ursachen ärztlich ausgeschlossen sind.

Anwendung und Dosierung

Die folgenden Richtwerte für Kamillenblüten entsprechen der EMA-Monographie und gelten für Jugendliche und Erwachsene. Bei Fertigpräparaten gilt die Packungsbeilage.

  • Waschungen und Umschläge (Haut, Wunden): 3 bis 10 g Kamillenblüten mit 100 ml heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, abseihen und abkühlen; mehrmals täglich.
  • Spülen und Gurgeln: 1 bis 5 g Kamillenblüten auf 100 ml Wasser als Aufguss, mehrmals täglich.
  • Sitzbad: 4,5 bis 5 g Kamillenblüten pro Liter Wasser als Aufguss für Spülungen und Teilbäder.
  • Dampfinhalation: 3 bis 10 g Kamillenblüten in 100 ml heißem Wasser; Vorsicht vor Verbrühungen, bei Kindern nur unter Aufsicht und nicht unter sechs Jahren.
  • Kamillenöl: das ätherische Öl nie unverdünnt auf die Haut geben, sondern stark in einem fetten Pflanzenöl verdünnen.

Bessern sich die Beschwerden nach einer Woche nicht oder verschlechtern sie sich, ist ärztlicher Rat einzuholen. Teezubereitungen jeweils frisch herstellen und Reste nicht aufbewahren.

Kamille und die Augen

Kamillentee-Umschläge auf entzündeten Augenlidern oder bei einer Bindehautentzündung sind ein altes Hausmittel, von dem heute abgeraten wird: Feine Pflanzenteilchen und Keime im Tee können die Augen zusätzlich reizen, und die empfindliche Bindehaut kann allergisch reagieren. Für die Augen gibt es besser geeignete, sterile Zubereitungen aus Apotheke und Drogerie.

Geschichte und Überlieferungen

Die Kamille gehört zu den ältesten und beliebtesten Heilpflanzen Europas. Ärzte der Antike kannten sie, und in den mittelalterlichen Klostergärten und Kräuterbüchern zählte sie zu den unverzichtbaren Arzneipflanzen. Der Gattungsname Matricaria wird von lateinisch matrix (Gebärmutter) abgeleitet und erinnert an ihre frühere Verwendung bei Frauenleiden; „Kamille“ geht auf das griechische chamaimelon, „Erdapfel“, zurück – eine Anspielung auf den apfelartigen Duft.

In der Volksheilkunde war die Kamille ein Allroundmittel: als Tee für den Magen, als Dampfbad bei Schnupfen, als Spülung für Mund und Zahnfleisch, als Umschlag für Wunden und als Sitzbad. Für die Haut wurden Kamillenaufgüsse, -salben und -öle verwendet; blonde Haare spülte man mit Kamillensud, um ihren Ton aufzuhellen. Bis heute ist die Kamille in der Drogerie und Apotheke fester Bestandteil von Salben, Cremes, Badezusätzen und Pflegeprodukten. Auch die verwandte Ringelblume und die Hamamelis werden traditionell zur Hautpflege eingesetzt.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

  • Korbblütler-Allergie: Bei Überempfindlichkeit gegen Kamille oder andere Korbblütler – etwa Arnika, Schafgarbe, Ringelblume, Beifuß oder Chrysanthemen – nicht anwenden. Die Echte Kamille enthält vergleichsweise wenig der typischen Korbblütler-Allergene; ein Teil früher beschriebener Kamillenallergien wird auf Beimengungen der Hundskamille zurückgeführt. Allergische Reaktionen bleiben dennoch möglich. Mehr unter Allergie.
  • Schwere allergische Reaktionen: Nach Schleimhautkontakt mit flüssigen Kamillenzubereitungen wurden selten auch schwere Reaktionen bis hin zu Atemnot, Schwellungen und Kreislaufschock berichtet. Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht sofort den Notruf wählen.
  • Bäder: Vollbäder nicht bei offenen Wunden, großen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber, schweren Infektionen, schweren Kreislaufstörungen oder Herzschwäche; Teil- und Sitzbäder nicht bei offenen Wunden, großen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber oder schweren Infektionen.
  • Kinder: Für viele Extrakte und Tinkturen liegen für Kinder unter 12 Jahren keine ausreichenden Daten vor; Alkohol enthaltende Zubereitungen sind für Kinder ungeeignet. Bei Säuglingen und Kleinkindern Kamillenanwendungen nur nach ärztlicher Rücksprache.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Für den Kamillentee (Blüten) gilt die Sicherheit laut EMA als gegeben. Für Extrakte und andere Zubereitungen fehlen ausreichende Daten. Vor dem Stillen sollten Kamillensalben oder -cremes von der Brustwarze entfernt werden, um eine Sensibilisierung des Kindes zu vermeiden.
  • Wechselwirkungen: Bei äußerlicher Anwendung, beim Spülen, Inhalieren und in Bädern sind keine Wechselwirkungen bekannt. Bei langer, hoch dosierter innerlicher Einnahme wurden bei Nierentransplantierten Wechselwirkungen über Leberenzyme berichtet.

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie wird Kamille äußerlich angewendet?
    Meist als Aufguss für Umschläge, Waschungen, Spülungen oder Sitzbäder: Für Umschläge 3 bis 10 g Kamillenblüten mit 100 ml heißem Wasser übergießen, abseihen und abkühlen lassen. Daneben gibt es Kamillensalben, -cremes und Extrakte; das ätherische Kamillenöl nur stark verdünnt verwenden.
  2. Kann Kamille bei Hautauschlägen helfen?
    Bei leichten Hautentzündungen und Reizungen ist Kamille als traditionelles pflanzliches Arzneimittel anerkannt; kühle Umschläge werden oft als lindernd empfunden. Die Ursache eines Ausschlags behandelt sie nicht. Ausgedehnte, nässende oder lang anhaltende Ausschläge ärztlich abklären lassen, und bei Korbblütler-Allergie auf Kamille verzichten.
  3. Gibt es Nebenwirkungen bei der äußerlichen Anwendung von Kamille?
    Kamille ist meist gut verträglich. Möglich sind allergische Reaktionen, besonders bei Allergie gegen Korbblütler. Nach Schleimhautkontakt mit flüssigen Kamillenzubereitungen wurden selten auch schwere allergische Reaktionen berichtet. Kamillentee nicht an den Augen anwenden.
  4. Kann Kamille bei Sonnenbrand helfen?
    Leichter Sonnenbrand ist eine von der EMA anerkannte traditionelle Anwendung: Kühle Kamillenumschläge oder verdünnte Kamillenextrakte können die gerötete Haut beruhigen. Bei Blasen, großflächigem Sonnenbrand oder Fieber ärztlichen Rat einholen.
  5. Gibt es Kontraindikationen für die äußerliche Anwendung von Kamille?
    Ja. Bei Überempfindlichkeit gegen Kamille oder andere Korbblütler nicht anwenden. Kamillenbäder sind bei offenen Wunden, großen Hautverletzungen, akuten Hauterkrankungen, hohem Fieber und schweren Infektionen ungeeignet, Vollbäder zusätzlich bei schweren Kreislaufstörungen oder Herzschwäche.
  6. Hilft Kamillentee bei Neurodermitis?
    Kamille wirkt entzündungshemmend und beruhigend, Umschläge mit abgekühltem Kamillentee können gereizte Haut lindern. Allerdings reagieren gerade Menschen mit Neurodermitis häufiger allergisch auf Korbblütler. Daher zuerst an einer kleinen Stelle testen und die Anwendung bei ausgeprägten Ekzemen ärztlich besprechen.
  7. Kann man Kamillentee auf eine Wunde geben?
    Bei kleinen, oberflächlichen Hautverletzungen können Umschläge mit frisch zubereitetem, abgekühltem Kamillentee die Heilung unterstützen. Tiefe, stark verschmutzte oder entzündete Wunden gehören ärztlich versorgt.
  8. Hilft Kamillentee gegen Pickel?
    Kamillentee kann als Kompresse oder Gesichtsdampfbad entzündete Hautstellen beruhigen. Eine Akne-Behandlung ersetzt er nicht. Bei empfindlicher Haut auf heißen Dampf verzichten und lieber lauwarme Kompressen verwenden.
  9. Kann man Kamillentee auf die Haut auftragen?
    Ja. Bei leicht gereizter, geröteter Haut werden abgekühlte Kamillentee-Umschläge als beruhigend empfunden, und die EMA nennt leichte Hautentzündungen als traditionelle Anwendung. Am besten wird der Tee frisch zubereitet, auf Hautwärme abgekühlt und mit einem sauberen Tuch aufgelegt. Bei großflächigen oder nässenden Hautproblemen ist ärztlicher Rat nötig.
  10. Hilft Kamillentee bei Entzündungen der Haut?
    Kamille wirkt nach heutigem Verständnis vor allem entzündungshemmend und reizmildernd. Die EMA hat Kamillenblüten bei leichten Hautentzündungen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Die Anerkennung beruht auf langjähriger Verwendung, nicht auf umfangreichen klinischen Studien.
  11. Kann man Kamillentee im Gesicht anwenden?
    Im Gesicht werden Kamillenkompressen oder ein Gesichtsdampfbad traditionell verwendet, um entzündete Stellen zu beruhigen. Heißer Dampf kann empfindliche, zu Rötungen neigende Haut zusätzlich reizen, dann sind lauwarme Kompressen besser. Auf oder an den Augen sollten Kamillentee-Umschläge nicht verwendet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

Die oben genannten Informationen sind allgemein gehalten und ersetzen nicht die Beratung durch medizinisches Fachpersonal.


Christoph Zauner, Drogist und Inhaber Kräutermax

Über den Autor

Christoph Zauner – Drogist & Inhaber Kräutermax

Dieser Beitrag wurde fachlich von Christoph Zauner, Drogist und Inhaber der Drogerie Kräutermax in Ried im Innkreis, erstellt bzw. geprüft. Kräutermax verbindet seit 1890 traditionelles Kräuterwissen mit moderner Fachberatung und sorgfältiger Produktauswahl. Ziel unserer Lexikonbeiträge ist es, verständliche Informationen zu Pflanzen, Inhaltsstoffen und traditionellen Anwendungen bereitzustellen – sachlich, verantwortungsvoll und ohne übertriebene Versprechen.

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