Schmetterlingstramete (Coriolus) – Wirkung, Inhaltsstoffe & Anwendung
Botanik und Beschreibung
Die Schmetterlingstramete, botanisch Trametes versicolor, ist einer der häufigsten Porlinge Mitteleuropas. Im Handel und in der älteren Literatur begegnet sie häufig unter dem früheren Gattungsnamen Coriolus versicolor; beide Bezeichnungen meinen dieselbe Art. Der deutsche Name spielt auf die farbig gebänderte Oberseite der Fruchtkörper an, die an die Flügelzeichnung eines Schmetterlings erinnert. Der Artzusatz versicolor bedeutet „vielfarbig“ und trifft das Erscheinungsbild präzise. Sie gehört zur Familie der Stielporlingsverwandten (Polyporaceae) in der Ordnung der Polyporales.
Fruchtkörper: Die Art bildet flache, konsolen- bis rosettenförmige Hüte von 2 bis 6 Zentimetern Breite, gelegentlich bis 8 Zentimeter. Die Fruchtkörper wachsen fast immer in großen, dachziegelartig übereinanderstehenden Gruppen und sind mit einem bis zu 3 Millimeter dicken Ansatz am Holz befestigt. Es handelt sich um einen Baumpilz ohne echten Stiel – ein Aufbau, der sich grundlegend von dem eines Speisepilzes unterscheidet.
Färbung und Zonierung: Das auffälligste Merkmal ist die fein samtige Oberseite mit ihrer gleichmäßigen, konzentrischen Bänderung. Die Zonen reichen von hell- bis dunkelbraun, wobei olivfarbene, bläuliche und rötliche Töne auftreten können. Charakteristisch sind seidig glänzende blaue bis schwarze Zonen auf der Hutoberfläche. Der Rand ist von einer weißen Wachstumszone gesäumt, flatterig-wellig, etwas gekerbt und scharf begrenzt.
Poren und Fleisch: Die Unterseite ist weiß und trägt feine, rundlich-eckige Poren, von denen 3 bis 5 auf einen Millimeter kommen. Das Fruchtfleisch ist zäh, ledrig und korkig-hart. Genau diese Konsistenz ist der Grund, weshalb die Schmetterlingstramete kein Speisepilz ist und auch nicht dazu werden kann.
Vorkommen und Wirtsbäume: Die Art lebt als holzbewohnender Saprobiont, gelegentlich als Schwächeparasit. Hauptsubstrat in Mitteleuropa ist die Rotbuche; daneben werden Eiche, Birke, Hasel und Weide besiedelt. Man findet sie an Stümpfen, Stapelholz, umgestürzten Stämmen, Ästen und Zweigen – in allen Waldtypen und ebenso außerhalb geschlossener Wälder, etwa in Parks und Gärten. Sie ist vermutlich weltweit verbreitet und einer der häufigsten Porlinge Mitteleuropas. Die Fruchtkörper sind einjährig und ganzjährig anzutreffen; frische Exemplare erscheinen vor allem von Ende Mai bis August.
Ökologische Rolle als Weißfäule-Erreger
Die Schmetterlingstramete ist ein Weißfäule-Erreger. Sie baut im Holz nicht nur Cellulose und Hemicellulose ab, sondern auch Lignin – jenen Stoff, der dem Holz seine Druckfestigkeit und braune Farbe verleiht. Zurück bleibt eine hellere, faserige Masse, woher die Bezeichnung Weißfäule rührt. Diese Fähigkeit ist ökologisch bedeutsam: Nur wenige Organismengruppen können Lignin überhaupt abbauen. Pilze wie die Schmetterlingstramete sind damit ein unverzichtbares Glied im Nährstoffkreislauf des Waldes, weil sie Totholz erschließen und die darin gebundenen Nährstoffe wieder verfügbar machen. In der Biotechnologie wird dieselbe Eigenschaft für den Abbau schwer zersetzbarer Verbindungen untersucht.
Inhaltsstoffe
Die stoffliche Zusammensetzung der Schmetterlingstramete ist gut charakterisiert. Im Mittelpunkt stehen zwei Polysaccharid-Peptid-Präparate, die aus unterschiedlichen Stämmen gewonnen werden:
- PSK (Polysaccharid-K, auch Krestin): gewonnen aus dem in Japan verwendeten Stamm „Cov-1“.
- PSP (Polysaccharid-Peptid): gewonnen aus dem in China verwendeten Stamm „CM-101“.
Beide bestehen aus einem stark heterogenen Gemisch von Beta-Glucan-Makromolekülen mit einer Molekülmasse von etwa 100 Kilodalton, an deren Grundgerüst unterschiedliche Reste – darunter Peptide – gebunden sind. Sie unterscheiden sich in ihren weiteren Zuckerbausteinen: Der Gehalt an Fucose, Galactose, Mannose und Xylose fällt jeweils anders aus. Wegen dieser komplexen und uneinheitlichen Zusammensetzung lässt sich ihre genaue Struktur bis heute nicht vollständig aufklären; bestimmbar ist im Wesentlichen nur das Grundgerüst des Polysaccharidanteils. Diese Uneinheitlichkeit ist ein zentraler Punkt für das Verständnis der Datenlage: Zwei Erzeugnisse aus derselben Pilzart können stofflich deutlich voneinander abweichen.
Daneben wurde ein weiteres Polysaccharid namens Tramesan aus Trametes versicolor isoliert und strukturell charakterisiert. Untersuchungen an Pilzbiomasse befassen sich außerdem mit dem Gehalt an Alpha-Glucanen, die neben den bekannteren Beta-Glucanen vorkommen.
Traditionelle und moderne Anwendungsgebiete
Für Vitalpilze bestehen in der Europäischen Union keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims). Die folgenden Abschnitte beschreiben ausschließlich überlieferte Verwendungen, den regulatorischen Status in anderen Rechtsräumen und den Stand der Forschung. Sie behaupten keine Wirkung bei Beschwerden oder Erkrankungen.
Regulatorische Einordnung in der EU
Die Rechtslage in der Europäischen Union ist eindeutig und lässt keinen Auslegungsspielraum:
- Keine zugelassenen Health Claims: Die Liste der zulässigen gesundheitsbezogenen Angaben nach der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 enthält keinen Eintrag zu Trametes, Coriolus oder zu Pilzen allgemein. Aussagen zu Immunsystem, Krebs oder Entzündungsgeschehen sind für Erzeugnisse aus der Schmetterlingstramete in der EU unzulässig – unabhängig davon, was in der Forschungsliteratur diskutiert wird.
- Keine EMA-Monographie: Im offiziellen, laufend aktualisierten Datenbestand der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu pflanzlichen Arzneimitteln ist Trametes versicolor nicht verzeichnet. Es existiert weder eine Monographie für „well-established use“ noch eine für „traditional use“.
- Beta-Glucane – wichtige Abgrenzung: Die zugelassene Angabe zu Beta-Glucanen ist im Verordnungstext ausdrücklich an Getreide gebunden. Sie gilt nur für Lebensmittel, „die mindestens 1 g Beta-Glucane aus Hafer, Haferkleie, Gerste oder Gerstenkleie bzw. aus Gemischen dieser Getreide je angegebene Portion enthalten“. Die Beta-Glucane aus PSK und PSP sind davon nicht erfasst und dürfen die Angabe nicht tragen. Näheres im Beitrag Beta-Glucan (Hafer).
Arzneimittelstatus in Japan – ein belegbarer Fakt, keine Wirkaussage
An dieser Stelle ist eine saubere Trennung nötig, die in der Werbung fast immer verwischt wird. Es gilt zweierlei gleichzeitig:
Der Fakt: PSK wurde 1977 in Japan nach längeren klinischen Prüfungen als Arzneimittel zugelassen und dort in der Krebstherapie als Begleitmedikation eingesetzt. 1987 erreichte PSK in Japan einen Jahresumsatz von 357 Millionen US-Dollar. PSP folgte in China rund ein Jahrzehnt später, in den 1990er-Jahren. In beiden Ländern besteht eine arzneimittelrechtliche Zulassung als Begleittherapie – nicht als eigenständiges Krebsmedikament.
Die notwendige Abgrenzung: Aus dieser Zulassung folgt für ein Nahrungsergänzungsmittel in der Europäischen Union nichts. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung in Japan betrifft ein definiertes, standardisiertes und behördlich geprüftes Arzneipräparat in einem anderen Rechtsraum, das unter ärztlicher Aufsicht angewendet wird. Sie ist keine Zulassung für ein europäisches Lebensmittel und begründet keinerlei zulässige Aussage über die Wirkung eines Pilzpulvers oder Extrakts. Wer den japanischen Arzneimittelstatus als Beleg für die Wirkung eines EU-Nahrungsergänzungsmittels anführt, vergleicht zwei grundverschiedene Dinge. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Coriolus-Extrakte ausdrücklich nicht als ergänzende Krebsbehandlung zugelassen.
Überlieferte Verwendung in Ostasien
In der traditionellen chinesischen und japanischen Heilkunde wird die Schmetterlingstramete seit Langem verwendet; überliefert ist ihr Ruf als Pilz für Langlebigkeit und Wohlbefinden. In China trägt sie den Namen Yun Zhi („Wolkenpilz“), in Japan Kawaratake („Pilz am Flussufer“). Diese Überlieferung ist historisch dokumentiert – sie stellt jedoch keine geprüfte Indikation dar und erlaubt keine Wirkaussage.
Forschungsstand
Ein großer Teil der Fachliteratur befasst sich mit den Polysaccharid-Peptiden PSK und PSP. Untersuchungen beschäftigen sich mit deren Verhalten in Zellkulturmodellen und Tiermodellen, unter anderem an Darmkrebszelllinien. Es handelt sich dabei ausdrücklich um Labordaten; eine Übertragung auf den Menschen ist daraus nicht abzuleiten. Übersichtsarbeiten benennen offen die zentrale methodische Schwierigkeit: Die Komplexität und die hohe Molekülmasse von PSK und PSP erschweren die Aufklärung ihres Wirkmechanismus erheblich, weshalb sie über lange Zeit ausschließlich begleitend zu Chemo- und Strahlentherapie und nicht als eigenständiges Arzneimittel eingesetzt wurden. Für Erzeugnisse, die in der EU als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, sind aus dieser Literatur keine Wirkaussagen ableitbar. Allgemeine Informationen zum Thema finden Sie unter Abwehrkräfte stärken.
Anwendung und Dosierung
Kräutermax gibt für die Schmetterlingstramete keine Dosierungsempfehlung ab. Dafür gibt es zwei sachliche Gründe: Erstens ist der Pilz kein Lebensmittel und kann nicht als solches verzehrt werden; zweitens sind die in der Forschung untersuchten Präparate PSK und PSP standardisierte Arzneistoffe aus definierten Stämmen, die mit handelsüblichen Pilzpulvern nicht gleichzusetzen sind. Zur Einordnung:
- Kein Speisepilz: Das Fruchtfleisch ist zäh, ledrig und korkig-hart. Die Schmetterlingstramete ist in Mitteleuropa nicht essbar – nicht giftig im engeren Sinne, aber schlicht nicht verzehrbar. Zubereitungsversuche als Speisepilz sind sinnlos.
- Traditionelle Zubereitungsform: Überliefert ist der wässrige Absud des getrockneten, zerkleinerten Fruchtkörpers als Aufguss.
- Standardisierung fehlt: PSK und PSP stammen aus bestimmten Stämmen und definierten Herstellungsverfahren. Ein beliebiges Pilzpulver enthält nicht dieselben Stoffe in denselben Mengen. Angaben ohne Nennung von Stamm, Extraktionsverfahren und Analytik sind wenig aussagekräftig.
- Ärztliche Rücksprache: Wer sich in onkologischer Behandlung befindet, sollte die Einnahme jedes Nahrungsergänzungsmittels vorab mit dem behandelnden Arzt besprechen. Eigenmächtige Anwendung parallel zu einer Therapie ist nicht vertretbar.
Geschichte und Überlieferungen
Die Schmetterlingstramete ist ein Pilz, dem zwei sehr unterschiedliche Geschichten anhaften. Die eine ist mitteleuropäisch und unspektakulär: Als einer der häufigsten Porlinge des Kontinents war sie seit jeher allgegenwärtig an Buchenstümpfen und Totholz, wurde wegen ihres harten Fleisches aber nie als Nahrung genutzt. In der europäischen Volksmedizin spielt sie deshalb kaum eine Rolle. Was sie in Europa auszeichnete, war ihr dekoratives Erscheinungsbild – die konzentrischen Farbbänder machten sie zu einem der bekanntesten und am leichtesten erkennbaren Waldpilze überhaupt.
Die andere Geschichte ist ostasiatisch. In China und Japan gehörte der Pilz seit Jahrhunderten zum Bestand der traditionellen Heilkunde. Aus dieser Tradition heraus setzte in Japan nach dem Zweiten Weltkrieg eine systematische pharmakologische Erforschung ein, die in der Isolierung von PSK und schließlich 1977 in dessen arzneimittelrechtlicher Zulassung mündete. In den 1990er-Jahren folgte in China die Anwendung von PSP. Damit gehört Trametes versicolor zu den wenigen Pilzarten, deren Inhaltsstoffe den vollständigen Weg von der Überlieferung bis zum zugelassenen Arzneistoff zurückgelegt haben – allerdings ausschließlich in Ostasien und ausschließlich als standardisiertes Arzneipräparat unter ärztlicher Anwendung.
In den westlichen Ländern gewann der Pilz erst in jüngerer Zeit als Nahrungsergänzungsmittel an Bekanntheit. Diese Popularität stützt sich weitgehend auf die ostasiatische Forschungsgeschichte – ein Zusammenhang, der in der Vermarktung häufig hergestellt, rechtlich und inhaltlich aber nicht tragfähig ist.
Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Die folgenden Punkte sind sorgfältig zu beachten:
- Keine Verwendung als Speisepilz: Die Schmetterlingstramete ist in Mitteleuropa nicht essbar. Das harte, ledrige Fruchtfleisch ist für den Verzehr ungeeignet.
- Beschriebene Nebenwirkungen: Bei Extrakten, die andernorts als Lebensmittelzusatz verwendet werden, sind Durchfall und Nagelverfärbungen beschrieben. Fachstellen nennen zudem dunkel gefärbten Stuhl und eine Dunkelfärbung der Fingernägel als – in der Regel geringfügige – unerwünschte Wirkungen.
- Verwechslungsgefahr mit anderen Trameten: Die Gattung Trametes umfasst mehrere ähnlich aussehende Arten. Von der Ockerfarbenen Tramete (Trametes ochracea) unterscheidet sich die Schmetterlingstramete durch die seidig glänzenden Zonen auf der Hutoberfläche, die dort fehlen, sowie durch den dünneren Ansatz am Holz – bis 3 Millimeter gegenüber bis 10 Millimeter. Die Abgrenzung zur Striegeligen Tramete ist wegen der hohen Variabilität beider Arten selbst für Kenner schwierig. Für die Praxis heißt das: Eine sichere Artbestimmung im Gelände setzt Erfahrung voraus.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Es liegen keine Sicherheitsdaten vor. Fachstellen weisen ausdrücklich darauf hin, dass unbekannt ist, ob der Pilz in Schwangerschaft und Stillzeit sicher ist. Von einer Anwendung ist abzusehen.
- Kinder: Es liegen keine Daten vor; eine Anwendung ist nicht vertretbar.
- Onkologische Behandlung: Bei gleichzeitiger Chemotherapie wurden geringgradige Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt und im Blutbild beobachtet; diese können jedoch auch der Chemotherapie selbst zuzuschreiben sein. Wer sich in onkologischer Behandlung befindet, muss die Einnahme in jedem Fall ärztlich abklären.
- Arzneimittel allgemein: Nahrungsergänzungsmittel sind konzentrierter als in der Küche verwendete Zutaten und können mit Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. Informieren Sie Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte über alle eingenommenen Präparate.
- Allergien: Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Pilze ist von einer Anwendung abzusehen.
- Substratbelastung: Holzbewohnende Pilze nehmen Stoffe aus ihrem Substrat auf. Sammlungen an belasteten Standorten sind zu vermeiden.
Häufige Fragen und Antworten (FAQ)
Was ist die Schmetterlingstramete und wo wächst sie?
Die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor, früher Coriolus versicolor) ist ein häufiger heimischer Baumpilz aus der Familie der Polyporaceae. Sie bildet flache, konsolenförmige Hüte von 2 bis 6 Zentimetern Breite mit auffälliger konzentrischer Farbbänderung in Braun-, Oliv-, Blau- und Rottönen. Die weiße Unterseite trägt 3 bis 5 Poren je Millimeter. Sie wächst in großen Gruppen an Totholz, in Mitteleuropa vor allem an Rotbuche, und gehört zu den häufigsten Porlingen des Kontinents.
Kann man die Schmetterlingstramete essen?
Nein. Das Fruchtfleisch ist zäh, ledrig und korkig-hart und damit für den Verzehr ungeeignet. Die Schmetterlingstramete ist in Mitteleuropa kein Speisepilz. Bei Extrakten, die andernorts als Lebensmittelzusatz verwendet werden, sind Durchfall und Nagelverfärbungen beschrieben. Überliefert ist in Ostasien lediglich die Zubereitung eines wässrigen Absuds aus dem getrockneten Fruchtkörper.
PSK ist in Japan als Arzneimittel zugelassen – was bedeutet das für die EU?
Für die EU bedeutet es nichts. PSK wurde 1977 in Japan nach klinischen Prüfungen als begleitendes Arzneimittel in der Krebstherapie zugelassen; PSP folgte in China in den 1990er-Jahren. Dabei handelt es sich um standardisierte, behördlich geprüfte Arzneipräparate aus definierten Stämmen, die unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Eine Zulassung in Japan begründet keine zulässige Aussage für ein Nahrungsergänzungsmittel in der EU. Für Vitalpilze bestehen in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.
Welche Rolle spielt die Schmetterlingstramete im Wald?
Sie ist ein Weißfäule-Erreger und baut im Totholz nicht nur Cellulose und Hemicellulose ab, sondern auch Lignin. Zurück bleibt eine hellere, faserige Masse. Da nur wenige Organismengruppen Lignin überhaupt abbauen können, ist die Art ein wichtiges Glied im Nährstoffkreislauf des Waldes: Sie erschließt Totholz und macht die darin gebundenen Nährstoffe wieder verfügbar. Besiedelt werden Stümpfe, Stapelholz, umgestürzte Stämme und Äste, vor allem an Rotbuche.
Quellen und weiterführende Informationen
- Polysaccharide-Peptide from Trametes versicolor: The Potential Medicine for Colorectal Cancer Treatment. Biomedicines 2022;10(11):2841. DOI: 10.3390/biomedicines10112841 | PMC-Volltext (PSK/PSP-Zusammensetzung, Zulassung in Japan 1977, Grenzen der Mechanismusforschung)
- Memorial Sloan Kettering Cancer Center, Integrative Medicine – About Herbs: Coriolus versicolor (Evidenzlage, Nebenwirkungen, Schwangerschaft/Stillzeit, FDA-Status)
- Tramesan, a novel polysaccharide from Trametes versicolor. Structural characterization and biological effects. PLoS ONE 2017;12(8):e0171412. DOI: 10.1371/journal.pone.0171412 | PMC-Volltext (Strukturaufklärung eines weiteren Polysaccharids)
- In Vitro Anti-proliferative and Anti-invasive Effect of Polysaccharide-rich Extracts from Trametes versicolor and Grifola frondosa in Colon Cancer Cells. International Journal of Medical Sciences 2019;16(2):231–240. DOI: 10.7150/ijms.28811 | PMC-Volltext (ausdrücklich Zellkulturdaten)
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel. EUR-Lex (geprüft: keine Einträge zu Trametes, Coriolus oder Pilzen; Getreidebindung der Beta-Glucan-Angaben)
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Datenbestand zu pflanzlichen Arzneimitteln: Herbal medicines – Datenexport (geprüft: kein Eintrag zu Trametes)
- Wikipedia: Schmetterlings-Tramete (Beschreibung, Poren, Wirtsbäume, Verbreitung, Abgrenzung zu ähnlichen Trameten)

Über den Autor
Christoph Zauner – Drogist & Inhaber Kräutermax
Dieser Beitrag wurde fachlich von Christoph Zauner, Drogist und Inhaber der Drogerie Kräutermax in Ried im Innkreis, erstellt bzw. geprüft. Kräutermax verbindet seit 1890 traditionelles Kräuterwissen mit moderner Fachberatung und sorgfältiger Produktauswahl. Ziel unserer Lexikonbeiträge ist es, verständliche Informationen zu Pflanzen, Inhaltsstoffen und traditionellen Anwendungen bereitzustellen – sachlich, verantwortungsvoll und ohne übertriebene Versprechen.
Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
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