L-Citrullin – Wirkung, Inhaltsstoffe & Anwendung
Herkunft und Gewinnung
L-Citrullin ist eine sogenannte nicht-proteinogene Aminosäure. Das bedeutet: Der Körper kennt und nutzt diese Verbindung, sie wird jedoch nicht über den genetischen Code in Proteine eingebaut. Findet man Citrullin dennoch in einem Eiweißmolekül, so ist es dort nachträglich – durch eine nachträgliche Veränderung des fertigen Proteins – entstanden. Das norwegische Wissenschaftskomitee für Lebensmittelsicherheit (VKM) beschreibt L-Citrullin in seiner Risikobewertung ausdrücklich als „non-protein amino acid“ und hält fest, dass die natürliche Isoform des Citrullins die L-Form ist und dass diese in allen Organismen und Geweben von Säugetieren vorkommt.
Ihren Namen verdankt die Substanz der Wassermelone: Die botanische Bezeichnung Citrullus lanatus steht Pate, denn aus Wassermelonensaft wurde die Verbindung im Jahr 1930 erstmals beschrieben. Bis heute gilt die Wassermelone als bekannteste natürliche Quelle. Sie ist jedoch nicht die einzige: Nach Angaben des VKM findet sich L-Citrullin in hohen Mengen in verschiedenen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) – neben der Wassermelone also auch in Gurke, Kürbis und Zucchini – sowie in bestimmten Algen. In kleineren Mengen ist es außerdem in Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten und Milch enthalten, ebenso in Gemüsearten wie Zwiebel und Knoblauch.
Über eine gemischte Ernährung nehmen Sie also täglich kleine Mengen L-Citrullin auf, ohne es zu bemerken. Die Mengen, die in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden, liegen deutlich darüber; dort wird L-Citrullin als isolierte Reinsubstanz verwendet – entweder als freie Aminosäure oder in Verbindung mit Apfelsäure als Citrullin-Malat. Für die Rohstoffauswahl gilt bei Kräutermax derselbe Maßstab wie bei pflanzlichen Zubereitungen: Wir bevorzugen Bezugsquellen in der EU (vorwiegend in AT und DE) und legen Wert auf dokumentierte Analytik und lückenlose Rückverfolgbarkeit.
Inhaltsstoffe
Anders als bei einer Heilpflanze steht bei L-Citrullin kein Vielstoffgemisch im Mittelpunkt, sondern eine einzelne, klar definierte chemische Verbindung. Chemisch handelt es sich um eine α-Aminosäure, deren Seitenkette eine Ureido-Gruppe (Carbamoylamino-Gruppe) trägt. Genau diese Struktureigenschaft erklärt die enge Verwandtschaft zum Harnstoff und die Rolle, die Citrullin im Stoffwechsel spielt.
Für die Praxis wichtiger als die Strukturformel ist die Unterscheidung der Handelsformen:
- Freies L-Citrullin (Citrullin-Base): die reine Aminosäure, üblicherweise als geschmacksneutrales bis leicht bitteres Pulver oder in Kapseln.
- Citrullin-Malat: eine Verbindung aus L-Citrullin und Apfelsäure (Malat). Da ein Teil der Masse auf das Malat entfällt, enthält ein Gramm Citrullin-Malat rechnerisch weniger L-Citrullin als ein Gramm freies L-Citrullin. Wer Mengenangaben verschiedener Produkte vergleicht, sollte daher immer prüfen, ob sich die Deklaration auf die Verbindung oder auf den reinen Citrullin-Anteil bezieht. Citrullin-Malat ist zudem diejenige Form, die in einem europäischen Zulassungsverfahren für eine gesundheitsbezogene Angabe geprüft wurde – dazu weiter unten mehr.
Häufig wird L-Citrullin in Kombinationsprodukten zusammen mit anderen Aminosäuren angeboten, etwa mit L-Arginin, Taurin oder L-Glutamin. Solche Mischungen erschweren die Beurteilung, weil sich die Zufuhrmengen der Einzelsubstanzen aus der Gesamtangabe oft nicht ableiten lassen.
Traditionelle und moderne Anwendungsgebiete
L-Citrullin ist – anders als etwa Brennnessel, Baldrian oder Kamille – keine überlieferte Heilpflanze. Es gibt keine volksmedizinische Tradition, kein Klosterrezept und keine jahrhundertealte Anwendungserfahrung. Was es gibt, ist eine gut untersuchte biochemische Rolle im menschlichen Stoffwechsel und eine vergleichsweise junge Verwendung in der Ergänzungs- und Sporternährung. Beides beschreiben wir hier bewusst nüchtern.
Stellung im Harnstoffzyklus
Der bekannteste Ort, an dem L-Citrullin auftaucht, ist der Harnstoffzyklus – jener Stoffwechselweg, über den der Körper Stickstoff aus dem Aminosäureabbau in wasserlöslichen Harnstoff überführt und damit ausscheidbar macht. Citrullin ist darin ein Zwischenprodukt: Es entsteht aus L-Ornithin und Carbamoylphosphat unter Vermittlung der Ornithin-Carbamoyltransferase und reagiert anschließend mit L-Aspartat weiter zu L-Argininosuccinat. Der Harnstoffzyklus gehört damit zu den grundlegenden Entsorgungswegen des Eiweißstoffwechsels.
Verbindung zu L-Arginin
Für die Ergänzungsernährung besonders relevant ist der Zusammenhang mit der Aminosäure L-Arginin. Das VKM beschreibt drei miteinander verbundene Stoffwechselwege, in denen L-Citrullin auftritt: die Arginin-Biosynthese, den Stickstoffmonoxid-Zyklus und den vollständigen Harnstoffzyklus. Ein Teil des aufgenommenen Citrullins wird dabei in der Niere weiterverarbeitet; das VKM hält ausdrücklich fest, dass die renale Rückresorption von L-Citrullin sehr effizient ist, weil selbst bei hohen Zufuhrmengen von bis zu 15 Gramm nur sehr wenig über den Harn verloren geht. Diese enge Verzahnung von Citrullin, Arginin und Nierenfunktion ist einer der Gründe, warum Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion in der Sicherheitsbewertung gesondert betrachtet werden.
Verwendung in der Ergänzungs- und Sporternährung
In der Praxis begegnet Ihnen L-Citrullin heute vor allem in Pulvern, Kapseln und Getränkekonzentraten aus dem Bereich der Sport- und Ergänzungsernährung, oft in Kombination mit weiteren Aminosäuren oder mit Kreatin. Wir beschreiben diese Verwendung ausdrücklich als das, was sie ist: eine verbreitete Anwendungspraxis. Eine daraus abgeleitete Wirkungszusage wäre unzulässig – und wäre auch fachlich nicht gedeckt, wie der folgende Abschnitt zeigt.
Regulatorische Einordnung in der EU
Für L-Citrullin ist in der Europäischen Union keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Das ist keine Randnotiz, sondern der entscheidende rechtliche Rahmen: Nach der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel dürfen nur solche Aussagen verwendet werden, die ausdrücklich zugelassen und in die entsprechende Unionsliste aufgenommen wurden. Diese Liste findet sich in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 – und sie enthält für L-Citrullin keinen einzigen Eintrag.
Darüber hinaus gab es einen konkreten Zulassungsantrag, der geprüft und abgelehnt wurde: Das EFSA-Gremium für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien (NDA) bewertete 2014 eine Angabe zu Citrullin-Malat und einer schnelleren Erholung von Muskelermüdung nach körperlicher Betätigung. Das Gremium hielt zwar fest, dass Citrullin-Malat als Substanz hinreichend charakterisiert ist und dass eine schnellere Erholung von Muskelermüdung grundsätzlich einen positiven physiologischen Effekt darstellt. Aus den eingereichten Unterlagen ließ sich ein ursächlicher Zusammenhang jedoch nicht ableiten; eine bereits zuvor erfolgte Bewertung derselben Angabe war ebenfalls negativ ausgefallen (EFSA Journal 2014;12(5):3650).
Für Sie als Verbraucherin oder Verbraucher heißt das ganz praktisch: Ein Produkt mit L-Citrullin darf in der EU keine Wirkung versprechen – weder für Muskeln oder Ausdauer noch für Durchblutung, Blutdruck oder andere Körperfunktionen. Begegnen Ihnen solche Aussagen dennoch, ist das ein deutliches Warnsignal für die Seriosität des Anbieters. Wir halten diese Offenheit für ein Qualitätsmerkmal: Eine Aminosäure braucht keine erfundene Wirkung, um chemisch und ernährungsphysiologisch interessant zu sein.
Anwendung und Dosierung
Weil keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert, gibt es für L-Citrullin auch keine offizielle Zufuhrempfehlung und keinen Referenzwert, wie ihn etwa Vitamine und Mineralstoffe haben. Ebenso wenig ist auf EU-Ebene eine verbindliche Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel festgelegt. Orientierung bietet stattdessen die Sicherheitsbewertung des VKM, die ausdrücklich die in Nahrungsergänzungsmitteln gebräuchlichen Größenordnungen geprüft hat.
- Geprüfte Tagesmengen: Das VKM beurteilte tägliche Zufuhren von 1.000, 1.500 und 2.000 mg L-Citrullin aus Nahrungsergänzungsmitteln und kam für Erwachsene ab 18 Jahren, für Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) und für Kinder (10 bis unter 14 Jahre) jeweils zu dem Schluss, dass negative gesundheitliche Effekte bei diesen Mengen unwahrscheinlich sind. Diese Aussage betrifft ausschließlich die Verträglichkeit – nicht einen Nutzen.
- Einnahmeform: Pulver werden üblicherweise in Wasser oder Saft eingerührt, Kapseln mit reichlich Flüssigkeit geschluckt. Da es sich um eine gut wasserlösliche Substanz handelt, sind besondere Zubereitungsschritte nicht erforderlich.
- Zeitlicher Verlauf im Körper: Nach oraler Aufnahme steigt die Citrullin-Konzentration im Blutplasma rasch an und kehrt laut VKM innerhalb von fünf bis acht Stunden auf den Ausgangswert zurück. L-Citrullin reichert sich also nicht im Körper an.
- Halten Sie sich an die Packungsangabe. Die vom Hersteller angegebene tägliche Verzehrsmenge sollte nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und keine Alternative zu einer gesunden Lebensweise.
Bedenken Sie außerdem: Wer mehrere Produkte gleichzeitig verwendet – etwa ein Kombipräparat und zusätzlich eine Einzelaminosäure –, addiert die Mengen unbemerkt. Ein Blick auf sämtliche Etiketten lohnt sich.
Geschichte und Hintergrund
Die Geschichte des L-Citrullins ist eine Laborgeschichte, keine Kräutergeschichte. Sie beginnt 1930 mit der Beschreibung der Substanz aus Wassermelonensaft – daher der Name, der sich an Citrullus lanatus anlehnt. In den folgenden Jahrzehnten rückte Citrullin vor allem als Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus in den Blick der Biochemie: Wer verstehen wollte, wie der Körper Stickstoff entsorgt, kam an dieser Verbindung nicht vorbei.
Medizinisch bekannt wurde Citrullin zunächst über seltene angeborene Störungen des Harnstoffzyklus. Bei der Citrullinämie ist die Weiterverarbeitung von Citrullin gestört, sodass sich die Substanz im Körper anreichert. Auch bei der lysinurischen Proteinintoleranz (LPI), einer Transportstörung basischer Aminosäuren, spielt Citrullin eine Rolle; das VKM stützt seine Bewertung unter anderem auf eine zweijährige Beobachtung an 19 LPI-Patientinnen und -Patienten im Alter von 1,9 bis 32,7 Jahren, in der keine unerwünschten Wirkungen berichtet wurden. Gleichzeitig weist das Komitee darauf hin, dass sich diese Daten wegen der veränderten Aufnahme- und Transportverhältnisse bei LPI nicht ohne Weiteres auf Gesunde übertragen lassen – ein bemerkenswert selbstkritischer Hinweis, den wir hier bewusst wiedergeben.
Erst in den vergangenen Jahrzehnten kam die Verwendung in der Sport- und Ergänzungsernährung hinzu. Der europäische Zulassungsantrag für Citrullin-Malat und die anschließende negative EFSA-Bewertung von 2014 markieren dabei einen deutlichen Einschnitt: Seither ist eindeutig geklärt, dass in der EU keine Wirkungsaussagen zu dieser Substanz getroffen werden dürfen.
Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Auch wenn L-Citrullin in den geprüften Mengen als gut verträglich beurteilt wurde, gibt es Personengruppen und Situationen, in denen von einer isolierten Zufuhr abzuraten ist oder in denen zuvor ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.
- Angeborene Störungen des Citrullin-Stoffwechsels: Das VKM benennt Personen mit Citrullinämie – also mit Mutationen in Enzymen des Citrullin-Stoffwechsels – ausdrücklich als potenziell gefährdete Gruppe bei zusätzlicher Zufuhr aus Nahrungsergänzungsmitteln.
- Eingeschränkte Nierenfunktion: Ebenfalls als potenziell gefährdet gelten laut VKM Menschen mit chronischem Nierenversagen und/oder Mutationen renaler Citrullin-Transporter. Da die Niere zentral am Citrullin-Stoffwechsel beteiligt ist, sollten Betroffene keine Citrullin-Präparate ohne ärztliche Rücksprache verwenden.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Für eine isolierte Zufuhr in dieser Lebensphase liegen keine ausreichenden Daten vor. Verzichten Sie in Schwangerschaft und Stillzeit auf entsprechende Präparate oder sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
- Kinder und Jugendliche: Ein ernährungsphysiologischer Bedarf für eine isolierte Zufuhr besteht nicht. Wie zurückhaltend Behörden hier grundsätzlich sind, zeigt eine Stellungnahme des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu isolierten verzweigtkettigen Aminosäuren: Weil für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende keine ausreichenden Daten vorliegen, empfiehlt das BfR diesen Gruppen, auf relevante isolierte Zufuhren dieser Aminosäuren aus Nahrungsergänzungsmitteln oder Sportlernahrung zu verzichten. Diese Einschätzung betrifft ausdrücklich die verzweigtkettigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin – sie veranschaulicht aber die generelle behördliche Zurückhaltung gegenüber isolierten Aminosäuren bei diesen Personengruppen.
- Personen mit proteinarmer Diät: Wer aus medizinischen Gründen eine eiweißarme Kost einhält, sollte zusätzliche Aminosäurepräparate grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
- Wechselwirkungen mit Arzneimitteln: Zu Wechselwirkungen zwischen L-Citrullin und Medikamenten liegen keine belastbaren, systematisch erhobenen Daten vor. Diese Datenlücke ist selbst eine Information: Wenn Sie regelmäßig Arzneimittel einnehmen – insbesondere Herz-Kreislauf-Medikamente –, besprechen Sie die Anwendung vorab mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.
- Überempfindlichkeit: Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber einem Bestandteil des jeweiligen Produkts ist von der Anwendung abzusehen. Achten Sie auch auf Hilfsstoffe wie Aromen, Süßungsmittel oder Trennmittel.
Häufige Fragen und Antworten (FAQ)
Was ist L-Citrullin überhaupt?
L-Citrullin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, das heißt: Sie kommt im Körper vor, wird aber nicht über den genetischen Code in Proteine eingebaut. Ihren Namen verdankt sie der Wassermelone (Citrullus lanatus), aus deren Saft sie 1930 erstmals beschrieben wurde. Im Stoffwechsel ist L-Citrullin ein Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus und steht in engem Zusammenhang mit der Aminosäure L-Arginin. Enthalten ist es unter anderem in Wassermelone, Gurke, Kürbis und Zucchini sowie in kleineren Mengen in Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten und Milch.
Worin unterscheiden sich freies L-Citrullin und Citrullin-Malat?
Freies L-Citrullin ist die reine Aminosäure. Citrullin-Malat ist eine Verbindung aus L-Citrullin und Apfelsäure (Malat); ein Teil der Masse entfällt daher auf das Malat, sodass ein Gramm Citrullin-Malat rechnerisch weniger reines L-Citrullin enthält. Beim Vergleich von Produkten sollten Sie deshalb prüfen, ob sich die Mengenangabe auf die Verbindung oder auf den reinen Citrullin-Anteil bezieht. Citrullin-Malat ist außerdem die Form, zu der die EFSA 2014 einen Zulassungsantrag für eine gesundheitsbezogene Angabe negativ bewertet hat.
Ist für L-Citrullin in der EU eine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen?
Nein. Die Unionsliste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 enthält keinen Eintrag zu L-Citrullin. Ein Antrag zu Citrullin-Malat und einer schnelleren Erholung von Muskelermüdung nach körperlicher Betätigung wurde von der EFSA 2014 geprüft und negativ bewertet (EFSA Journal 2014;12(5):3650). Produkte mit L-Citrullin dürfen in der EU daher keine Wirkung versprechen.
Wer sollte L-Citrullin nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden?
Menschen mit Citrullinämie oder anderen angeborenen Störungen des Citrullin-Stoffwechsels sowie Personen mit chronischem Nierenversagen beziehungsweise Störungen der renalen Citrullin-Transporter gelten laut der Risikobewertung des norwegischen VKM als potenziell gefährdet. Ebenso sollten Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Personen unter eiweißarmer Diät oder mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme vorab ärztlichen Rat einholen. Zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln liegen keine belastbaren Daten vor.
Quellen und weiterführende Informationen
- Norwegian Scientific Committee for Food Safety (VKM), 2016: Risk assessment of „other substances“ – L-Citrulline. VKM Report 2016:66, ISBN 978-82-8259-256-7, Oslo. Volltext (PDF, englisch)
- EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA), 2014: Scientific Opinion on the substantiation of a health claim related to citrulline-malate and faster recovery from muscle fatigue after exercise pursuant to Article 13(5) of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA Journal 2014;12(5):3650. DOI: 10.2903/j.efsa.2014.3650 | Volltext (PDF)
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern (konsolidierte Fassung). EUR-Lex
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel. EUR-Lex
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2019: Nahrungsergänzungsmittel – Isolierte verzweigtkettige Aminosäuren können bei hoher Aufnahme die Gesundheit beeinträchtigen. Stellungnahme Nr. 052/2019, DOI 10.17590/20191220-112658. Volltext (PDF)
- Wikipedia: Citrullin

Über den Autor
Christoph Zauner – Drogist & Inhaber Kräutermax
Dieser Beitrag wurde fachlich von Christoph Zauner, Drogist und Inhaber der Drogerie Kräutermax in Ried im Innkreis, erstellt bzw. geprüft. Kräutermax verbindet seit 1890 traditionelles Kräuterwissen mit moderner Fachberatung und sorgfältiger Produktauswahl. Ziel unserer Lexikonbeiträge ist es, verständliche Informationen zu Pflanzen, Inhaltsstoffen und traditionellen Anwendungen bereitzustellen – sachlich, verantwortungsvoll und ohne übertriebene Versprechen.
Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
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