Phosphatidylserin & Phosphatidylcholin: Wirkung, Inhaltsstoffe & Anwendung

Phosphatidylserin Phosphatidylcholin Lexikon Bild

Auf einen Blick: Phosphatidylserin (PS) und Phosphatidylcholin (PC) sind Phospholipide, die gemeinsam mit Cholesterin das Grundgerüst jeder Zellmembran bilden. Phosphatidylserin steckt in Innereien, Fisch wie Makrele und Hering, Fleisch und Hühnerleber, Phosphatidylcholin vor allem in Eidotter, Leber und Sojabohnen. Beide kann der Körper selbst herstellen.

Stoffklasse Phospholipide, Baustoffe der Zellmembran
Phosphatidylserin Besonders im Gehirn angereichert, sitzt auf der Innenseite der Zellmembran
Phosphatidylcholin Häufigstes Phospholipid der Zellmembranen, Hauptbestandteil von Lecithin, liefert Cholin
Vorkommen PS Innereien, Makrele, Hering, Fleisch, Hühnerleber, in kleinen Mengen Soja- und weiße Bohnen
Vorkommen PC Eidotter, Leber, Fleisch, Fisch, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Weizenkeime, Erdnüsse
Gewinnung für Ergänzungen Aus Soja- oder Sonnenblumenlecithin
Referenzwert Für Cholin 400 mg pro Tag (Erwachsene), für Phosphatidylserin keiner

Herkunft und Beschreibung

Phosphatidylserin (PS) und Phosphatidylcholin (PC) gehören zu den Phospholipiden – fettähnlichen Molekülen, die gemeinsam mit Cholesterin das Grundgerüst jeder Zellmembran bilden. Ein Phospholipid besteht aus einem Glycerin-Rückgrat, zwei Fettsäuren und einer phosphathaltigen „Kopfgruppe“. Die Fettsäuren sind wasserabweisend, die Kopfgruppe ist wasserliebend. Dadurch lagern sich Phospholipide von selbst zu einer Doppelschicht zusammen, die das Zellinnere von der Umgebung abgrenzt. Welche Kopfgruppe ein Phospholipid trägt, bestimmt seine Aufgabe: bei Phosphatidylcholin ist es Cholin, bei Phosphatidylserin die Aminosäure Serin.

Beide Stoffe kann der Körper selbst herstellen. Phosphatidylserin entsteht in der Leber und im Gehirn durch Austausch der Kopfgruppe aus Phosphatidylcholin oder Phosphatidylethanolamin. Zusätzlich werden beide Phospholipide mit der Nahrung aufgenommen. Sie sind daher keine Vitamine im engeren Sinn, wohl aber wichtige Baustoffe, deren Versorgung von Ernährung und Stoffwechsel abhängt.

Phosphatidylserin vs. Phosphatidylcholin – der Unterschied

  • Phosphatidylcholin ist das mengenmäßig häufigste Phospholipid in menschlichen Zellmembranen und der Hauptbestandteil von Lecithin. Im Alltag werden die Begriffe Lecithin und Phosphatidylcholin daher oft gleichgesetzt, obwohl Lecithin ein Gemisch mehrerer Phospholipide ist. PC liefert Cholin, ist Bestandteil der Gallenflüssigkeit und der Blutfett-Transportteilchen (Lipoproteine) und bildet – in einer besonderen Form – den Hauptteil des Lungensurfactants, der die Lungenbläschen offen hält.
  • Phosphatidylserin kommt im Körper in deutlich geringerer Menge vor, ist aber im Gehirn besonders angereichert. Es sitzt fast ausschließlich auf der Innenseite der Zellmembran und ist dort an Signalwegen beteiligt, etwa an der Aktivierung von Enzymen der Signalübertragung in Nervenzellen.

Aufbau und Wirkungsweise

Die ungleiche Verteilung von Phosphatidylserin ist biologisch bedeutsam. Gelangt PS an die Außenseite einer Zelle, wirkt es als Signal: Bei alternden oder absterbenden Zellen zeigt es den Fresszellen des Immunsystems an, dass die Zelle abgeräumt werden kann. Auf der Oberfläche aktivierter Blutplättchen bildet es die Plattform, an der sich Gerinnungsfaktoren sammeln – PS ist damit an der normalen Blutgerinnung beteiligt. Im Gehirn trägt es zur Funktion der Synapsen bei, also der Kontaktstellen zwischen Nervenzellen.

Phosphatidylcholin wirkt vor allem über seine Bausteine und seine Rolle im Fetttransport. Die Leber benötigt PC, um Fette in Form von Lipoproteinen (VLDL) ins Blut abzugeben. Fehlt Cholin, kann die Leber Fett nicht ausreichend ausschleusen – in Ernährungsstudien mit cholinarmer Kost entwickelte ein Teil der Teilnehmenden eine Leberverfettung. Freigesetztes Cholin dient außerdem als Ausgangsstoff für den Botenstoff Acetylcholin, der für Gedächtnis und Muskelsteuerung wichtig ist, und – über das Zwischenprodukt Betain – als Methylgruppenspender im Homocystein-Stoffwechsel. In der Galle hält Phosphatidylcholin gemeinsam mit den Gallensäuren das Cholesterin in Lösung und erleichtert so die Fettverdauung. Die frühere Darstellung, PC rege die Bildung von Gallensäuren an, trifft so nicht zu: PC wird zusammen mit den Gallensäuren ausgeschieden und bildet mit ihnen gemischte Mizellen.

Heilwirkung

Anwendungsbereiche und gesundheitliche Vorteile:

  • Gedächtnis im Alter: Für Phosphatidylserin gibt es aus Studien mit älteren Menschen Hinweise auf eine leichte Verbesserung von Gedächtnisleistungen; die Datenlage ist begrenzt.
  • Demenz: Eine Wirkung gegen Alzheimer ist nicht belegt; die frühen positiven Studien wurden mit einem heute nicht mehr verwendeten Rinderhirn-Präparat durchgeführt.
  • Stress und Cortisol: Kleine Studien zeigen, dass hoch dosiertes PS den Cortisolanstieg bei körperlicher Belastung abschwächen kann – ein Hinweis, kein Nachweis für den Stressabbau im Alltag.
  • Leberfunktion: Cholin, das PC liefert, trägt nach zugelassener EU-Angabe zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion und zu einem normalen Fettstoffwechsel bei.
  • Fettleber: Für Phosphatidylcholin-Präparate bei Fettleber gibt es Studienhinweise, aber keine gesicherte Heilwirkung.
  • Homocystein und Herz: Cholin trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei; ein Schutz vor Herzerkrankungen ist daraus nicht abzuleiten.
  • Muskelbelastung: Die Anwendung gegen Muskelkater beruht auf den Cortisol-Studien; eine schmerzlindernde Wirkung bei Muskelschmerzen ist nicht belegt.

Phosphatidylserin und das Gehirn

Die bekanntesten Studien stammen aus den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Darin erhielten ältere Menschen mit altersbedingten Gedächtnisproblemen täglich 300 mg Phosphatidylserin, das aus Rinderhirn gewonnen wurde; in mehreren Untersuchungen schnitten sie in Gedächtnistests etwas besser ab als die Placebogruppen. Wegen der BSE-Problematik wird dieses Ausgangsmaterial seit den 1990er-Jahren nicht mehr verwendet. Heutiges PS wird aus Soja- oder Sonnenblumenlecithin gewonnen und unterscheidet sich in seiner Fettsäurezusammensetzung vom tierischen PS. Die Studien mit pflanzlichem PS fallen uneinheitlicher aus: Einige kleinere Untersuchungen bei älteren Menschen mit subjektiven Gedächtnisbeschwerden berichten Verbesserungen, andere fanden keinen Unterschied zu Placebo.

Die US-Lebensmittelbehörde FDA erlaubte 2003 einen sogenannten „qualified health claim“ für Phosphatidylserin – allerdings nur mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Beweislage sehr begrenzt und vorläufig ist. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sah einen Zusammenhang zwischen PS und Gedächtnisleistung als nicht ausreichend belegt an. Wer unter zunehmender Vergesslichkeit leidet, sollte das ärztlich abklären lassen, bevor zu Nahrungsergänzungen gegriffen wird.

Phosphatidylserin bei Stress

Mehrere kleine Studien untersuchten, wie PS die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol beeinflusst. In einer doppelblinden Crossover-Studie (Starks und Kollegen, 2008) nahmen zehn gesunde Männer zehn Tage lang täglich 600 mg PS oder ein Placebo ein; unter PS fiel der Cortisolanstieg nach einer Belastung auf dem Fahrradergometer niedriger aus. Solche Ergebnisse aus sehr kleinen Gruppen und mit hohen Dosen lassen sich nicht ohne Weiteres auf alltäglichen seelischen Stress übertragen.

Hilft Phosphatidylserin beim Abnehmen?

Dafür gibt es keine belastbaren Belege. Die Idee leitet sich aus den Cortisol-Studien ab, weil dauerhaft erhöhtes Cortisol mit Bauchfett in Verbindung gebracht wird. Eine Wirkung auf das Körpergewicht wurde jedoch nicht nachgewiesen.

Phosphatidylcholin und die Leber

In einigen Ländern sind Arzneimittel mit sogenannten „essenziellen Phospholipiden“ – hochgereinigtem Phosphatidylcholin aus Soja – zur unterstützenden Behandlung von Lebererkrankungen zugelassen. Übersichtsarbeiten berichten bei Fettleber teils verbesserte Leberwerte und Ultraschallbefunde; die Studien sind aber oft klein und methodisch uneinheitlich. Die wichtigste Maßnahme bei Fettleber bleiben Gewichtsreduktion, Bewegung und Alkoholverzicht. Eine „Entgiftung“ im Sinne einer Entgiftungskur lässt sich mit PC nicht belegen.

Herz und Homocystein

Über Cholin und Betain ist PC am Abbau von Homocystein beteiligt, einem Stoffwechselprodukt, dessen erhöhte Blutwerte als Risikomarker gelten. Gleichzeitig wird diskutiert, dass Darmbakterien aus Cholin und Phosphatidylcholin die Substanz TMA bilden, aus der in der Leber TMAO entsteht – in Beobachtungsstudien war ein hoher TMAO-Spiegel mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Ob das ursächlich ist, ist offen. Eine schützende Wirkung von PC-Ergänzungen auf die Herzgesundheit ist jedenfalls nicht belegt.

Vorkommen in Lebensmitteln

  • Phosphatidylcholin: Eidotter, Leber, Fleisch, Fisch, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Weizenkeime und Erdnüsse. Lecithin aus Soja oder Sonnenblumen wird als Emulgator (E 322) vielen Lebensmitteln zugesetzt.
  • Phosphatidylserin: Innereien, Fisch (etwa Makrele und Hering), Fleisch und Hühnerleber; in Sojabohnen und weißen Bohnen in kleineren Mengen. Bei pflanzenbetonter Ernährung fällt die Zufuhr deutlich niedriger aus.

Für Cholin hat die EFSA eine angemessene Zufuhr von 400 mg pro Tag für Erwachsene festgelegt, in der Schwangerschaft 480 mg und in der Stillzeit 520 mg. Für Phosphatidylserin gibt es keinen Referenzwert, da der Körper es selbst bildet.

Anwendung und Dosierung

  • Phosphatidylserin: In Studien wurden meist 100 bis 300 mg pro Tag eingesetzt, häufig auf mehrere Portionen verteilt, über einige Wochen bis Monate. In Sportstudien kamen kurzfristig auch 600 mg pro Tag zum Einsatz. Wer Veränderungen bemerkt, berichtet davon in der Regel erst nach mehreren Wochen.
  • Phosphatidylcholin: Es wird meist als Lecithin (Granulat, Kapseln, flüssig) oder als angereichertes PC eingenommen. Die Mengen sind je nach Zubereitung sehr unterschiedlich – maßgeblich ist die Packungsbeilage beziehungsweise die Angabe auf dem Etikett.
  • Am besten zu einer Mahlzeit einnehmen; das verbessert die Verträglichkeit.
  • Bei Soja-Allergie auf die Herkunft achten – PS und PC werden häufig aus Sojalecithin gewonnen, Alternativen stammen aus Sonnenblumen.

Geschichte und Überlieferungen

Die Geschichte der Phospholipide beginnt im Eidotter: Der französische Chemiker Théodore Gobley isolierte Mitte des 19. Jahrhunderts aus Eigelb eine fettähnliche, phosphorhaltige Substanz und nannte sie nach dem griechischen Wort für Eidotter, lekithos, „Lecithin“. Im 20. Jahrhundert wurde die Chemie dieser Stoffgruppe schrittweise aufgeklärt; Phosphatidylserin wurde in den 1940er-Jahren von dem Biochemiker Jordi Folch als eigenständiger Bestandteil des Gehirns beschrieben.

Als Nahrungsergänzung wurde Phosphatidylserin in den 1980er-Jahren in Italien bekannt, zunächst als Präparat aus Rinderhirn. Mit dem Aufkommen von BSE endete diese Herstellung; seitdem wird PS enzymatisch aus pflanzlichem Lecithin gewonnen, indem die Cholin-Kopfgruppe gegen Serin ausgetauscht wird. Lecithin selbst hat in Drogerien eine lange Tradition als „Nervennahrung“ – ein volkstümlicher Begriff, der wissenschaftlich so nicht bestätigt ist.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

  • Verträglichkeit: Beide Stoffe gelten in üblichen Mengen als gut verträglich. Möglich sind Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit oder Durchfall; bei höheren PS-Dosen wurden vereinzelt Schlafprobleme berichtet. Sehr hohe Cholinmengen können zu einem fischartigen Körpergeruch, Schwitzen und Blutdruckabfall führen.
  • Allergien: Bei Soja-Allergie Präparate aus Sojalecithin meiden.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Der Cholinbedarf ist in dieser Zeit erhöht und sollte über die Ernährung gedeckt werden. Für Phosphatidylserin-Ergänzungen fehlen Sicherheitsdaten – nur nach ärztlicher Rücksprache.
  • Kinder: Nicht ohne ärztlichen Rat geben. Bei Konzentrationsschwäche bei Kindern gehört die Ursache zuerst abgeklärt.
  • Wechselwirkungen: Systematische Untersuchungen fehlen. Theoretisch denkbar sind Wechselwirkungen mit Medikamenten, die in das cholinerge System eingreifen (etwa Antidementiva oder anticholinerg wirkende Mittel), sowie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln, weil PS an der Blutgerinnung beteiligt ist. Wer solche Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme ärztlich abstimmen.
  • Gedächtnisstörungen ernst nehmen: Zunehmende Vergesslichkeit, Orientierungsprobleme oder Wesensveränderungen gehören ärztlich abgeklärt – auch, weil behandelbare Ursachen wie Schilddrüsenstörungen oder Vitamin-B12-Mangel dahinterstecken können. Mehr dazu unter Demenz: Anzeichen und Vorbeugung.

Regulatorische Einordnung in der EU

Für Cholin sind in der EU drei gesundheitsbezogene Angaben zugelassen: Es trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel, zu einem normalen Fettstoffwechsel und zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion bei. Diese Angaben beziehen sich auf Cholin als Nährstoff und gelten für Phosphatidylcholin nur, soweit es ausreichend Cholin liefert. Für Phosphatidylserin ist in der EU keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen; Aussagen zu Gedächtnis oder Stress sind daher nicht als belegte Wirkungen zu verstehen.

Häufige Fragen und Antworten

  1. Wie wird Phosphatidylserin eingenommen?
    Die empfohlene Dosierung variiert, aber typischerweise werden täglich 100–300 mg Phosphatidylserin eingenommen.
  2. Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
    Systematische Untersuchungen fehlen. Theoretisch denkbar sind Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln und mit Medikamenten, die in das cholinerge System eingreifen (etwa Antidementiva oder anticholinerg wirkende Mittel). Wer solche Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme vorher ärztlich abstimmen.
  3. Welche Lebensmittel enthalten Phosphatidylcholin?
    Phosphatidylcholin kommt in Lebensmitteln wie Eiern, Sojabohnen und Sonnenblumenkernen vor.
  4. Ist die Einnahme von Phosphatidylserin sicher?
    Bei richtiger Anwendung ist Phosphatidylserin in der Regel sicher. Es kann jedoch bei manchen Menschen leichte Nebenwirkungen verursachen.
  5. Wie lange dauert es, bis die Wirkung von Phosphatidylserin spürbar ist?
    Die Wirkung kann individuell variieren, aber einige Menschen berichten bereits nach wenigen Wochen der Einnahme von Verbesserungen.
  6. Was ist der Unterschied zwischen Phosphatidylserin und Phosphatidylcholin?
    Phosphatidylcholin ist das häufigste Phospholipid in den Zellmembranen, Hauptbestandteil von Lecithin und Lieferant von Cholin für Leberstoffwechsel und den Botenstoff Acetylcholin. Phosphatidylserin kommt in deutlich geringerer Menge vor, ist aber in Nervenzellen angereichert und an der Signalübertragung beteiligt. Es wird vor allem im Zusammenhang mit Gedächtnis und Stress untersucht.
  7. Hilft Phosphatidylserin beim Abnehmen?
    Für eine Wirkung beim Abnehmen gibt es keine belastbaren Belege. Einige kleine Studien untersuchten den Einfluss auf das Stresshormon Cortisol, ein Effekt auf das Körpergewicht wurde daraus jedoch nicht nachgewiesen.
  8. In welchen Lebensmitteln steckt Phosphatidylserin?
    Phosphatidylserin kommt in Innereien, Fisch wie Makrele und Hering, Fleisch und Hühnerleber vor, in kleineren Mengen auch in Sojabohnen und weißen Bohnen. Bei pflanzenbetonter Ernährung fällt die Zufuhr deutlich niedriger aus. Für Phosphatidylserin gibt es keinen Referenzwert, da der Körper es selbst bildet.
  9. Wirkt Phosphatidylserin blutverdünnend?
    Phosphatidylserin ist an der normalen Blutgerinnung beteiligt: Auf aktivierten Blutplättchen bildet es die Plattform, an der sich Gerinnungsfaktoren sammeln. Systematische Untersuchungen zu Wechselwirkungen fehlen, theoretisch denkbar sind sie aber mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln. Wer solche Medikamente einnimmt, sollte die Einnahme ärztlich abstimmen.
  10. Was bewirkt Phosphatidylserin im Gehirn?
    Phosphatidylserin ist im Gehirn besonders angereichert und trägt zur Funktion der Synapsen bei. Studien mit älteren Menschen geben Hinweise auf eine leichte Verbesserung der Gedächtnisleistung, die Datenlage ist begrenzt. Eine Wirkung gegen Alzheimer ist nicht belegt, und die EFSA sah einen Zusammenhang mit der Gedächtnisleistung als nicht ausreichend belegt an.

Quellen und weiterführende Informationen

Die oben genannten Informationen sind allgemein gehalten und ersetzen nicht die Beratung durch medizinisches Fachpersonal.


Christoph Zauner, Drogist und Inhaber Kräutermax

Über den Autor

Christoph Zauner – Drogist & Inhaber Kräutermax

Dieser Beitrag wurde fachlich von Christoph Zauner, Drogist und Inhaber der Drogerie Kräutermax in Ried im Innkreis, erstellt bzw. geprüft. Kräutermax verbindet seit 1890 traditionelles Kräuterwissen mit moderner Fachberatung und sorgfältiger Produktauswahl. Ziel unserer Lexikonbeiträge ist es, verständliche Informationen zu Pflanzen, Inhaltsstoffen und traditionellen Anwendungen bereitzustellen – sachlich, verantwortungsvoll und ohne übertriebene Versprechen.

Die bereitgestellten Informationen dienen der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.